Der USD/INR erholt sich angesichts der Unsicherheit über die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran
Zu Beginn der Woche gerät die indische Rupie (INR) gegenüber dem US-Dollar (USD) unter Druck. Das Währungspaar USD/INR steigt in Richtung 93,00, da neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise nach oben treiben und den US-Dollar stärken.
Ein zentraler Auslöser ist die erneute Schließung der Straße von Hormus durch den Iran. Diese Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Energie weltweit und verantwortlich für rund 20 % des globalen Öltransports. Infolge dieser Entwicklung steigen die WTI-Ölpreise um über 3,5 % und bewegen sich in Richtung 88 US-Dollar pro Barrel.
Länder wie Indien, die stark von Ölimporten abhängig sind, reagieren besonders empfindlich auf steigende Energiepreise. Höhere Ölpreise führen oft zu einer schwächeren Landeswährung, da mehr Devisen für Importe benötigt werden.
Geopolitische Spannungen stärken den US-Dollar
Die Unsicherheit rund um mögliche Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sorgt für eine erhöhte Nachfrage nach sicheren Anlagen. Davon profitiert vor allem der US-Dollar. Der US-Dollar-Index (DXY), der die Stärke des Dollars gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, steigt leicht auf etwa 98,35.
US-Dollar-Preis heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des US-Dollars (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Der US-Dollar war gegenüber dem Australischen Dollar am stärksten.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
| USD | 0.11% | 0.20% | 0.24% | 0.04% | 0.35% | 0.29% | 0.16% | |
| EUR | -0.11% | 0.09% | 0.09% | -0.08% | 0.23% | 0.19% | 0.04% | |
| GBP | -0.20% | -0.09% | 0.00% | -0.16% | 0.14% | 0.10% | -0.06% | |
| JPY | -0.24% | -0.09% | 0.00% | -0.15% | 0.14% | 0.05% | -0.06% | |
| CAD | -0.04% | 0.08% | 0.16% | 0.15% | 0.29% | 0.22% | 0.10% | |
| AUD | -0.35% | -0.23% | -0.14% | -0.14% | -0.29% | -0.05% | -0.17% | |
| NZD | -0.29% | -0.19% | -0.10% | -0.05% | -0.22% | 0.05% | -0.14% | |
| CHF | -0.16% | -0.04% | 0.06% | 0.06% | -0.10% | 0.17% | 0.14% |
Die Heatmap zeigt prozentuale Veränderungen der wichtigsten Währungen untereinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Kurswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie beispielsweise den US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und entlang der horizontalen Linie zum japanischen Yen wechseln, entspricht die im Feld angezeigte prozentuale Änderung USD (Basis)/JPY (Kurs).
Zusätzliche Spannungen entstehen durch scharfe Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der dem Iran erneut mit massiven Angriffen drohte, falls keine Einigung erzielt wird. Gleichzeitig lehnt Teheran eine Wiederaufnahme der Gespräche ab und kritisiert die Haltung der USA als widersprüchlich und unrealistisch.
Ausländische Investoren zeigen wieder Interesse am indischen Markt
Trotz der geopolitischen Unsicherheiten gibt es positive Signale aus dem indischen Aktienmarkt. Ausländische institutionelle Investoren (FIIs) waren in den letzten drei Handelstagen Nettokäufer und investierten rund 1.731,71 Crore Rupien.
Nach anfänglicher Zurückhaltung infolge der geopolitischen Spannungen hat sich die Stimmung verbessert. Die Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat dazu beigetragen, das Vertrauen der Investoren teilweise wiederherzustellen.
Wichtige Wirtschaftsdaten im Fokus
Anleger richten ihren Blick nun auf die anstehenden US-Einzelhandelsumsätze für März. Diese gelten als wichtiger Indikator für die Konsumstärke der US-Wirtschaft. Erwartet wird ein Anstieg von 1,3 % im Monatsvergleich, nachdem im Februar ein Wachstum von 0,6 % verzeichnet wurde.
Technische Analyse: USD/INR gewinnt kurzfristig an Stärke
Aus technischer Sicht zeigt sich eine leichte Erholung des USD/INR-Paares. Nach den Verlusten vom Freitag konnte sich der Kurs wieder stabilisieren und nähert sich der Marke von 93,00. Damit liegt er erneut nahe am 20-Tage-EMA, der aktuell bei etwa 93,05 verläuft.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) bewegt sich weiterhin im neutralen Bereich zwischen 40 und 60, was auf eine nachlassende Aufwärtsdynamik hindeutet, ohne jedoch ein überverkauftes Niveau zu signalisieren.
Sollte der Kurs nachhaltig über dem 20-Tage-EMA bleiben, könnte ein weiterer Anstieg in Richtung 94,00 folgen. Auf der Unterseite stellt das Hoch vom 28. Januar bei etwa 92,28 eine wichtige Unterstützung dar. Ein Durchbruch unter diese Marke könnte den Weg in Richtung 91,40 freimachen.

